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Rouge | Erwin Olaf

Mir ist das Leben lieber - Filme und Videos aus dem alltäglichen Wahnsinn

film:art 75

Erschreckende Fallstudien von rasendem Glück, attestiertem Wahnsinn und magischem Denken wechseln mit bizarren Aufführungen (sexueller) Unabhängigkeit. Die kurzen Filme und Videos zeigen Inszenierungen von Weiblichkeit, die die Frau zwischen Fremd- und Selbstbestimmung auf ironische, provokante und höchst amüsante Weise thematisieren. Bezaubernd und verstörend zugleich.

Mi. 2.11.2016, 20:30 Uhr im CITY 46, kuratiert und eingeführt von Christine Rüffert | Universität Bremen. Anlässlich der Ausstellung „Mir ist das Leben lieber. Sammlung Reydan Weiss“ im Museum in der Weserburg | Bremen.

Die Filme:


   | Rouge | Erwin Olaf | NL 2005 | 3:31 min.
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Contemporary Case Studies | Janet Merewether | AUS 2001 | 14:00 min.
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David | Nina Yuen | USA 2010 | 4:04 min.
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Living A Beautiful Life | Corinna Schnitt | D 2004 | 13:00 min.
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wegzaubern | Bettina Kuntzsch | D 2015 | 6:15 min.
   | Wormcharmer | Roz Mortimer | UK 1998 | 9:00 min.
   | Sudden Destruction | Bjørn Melhus | D 2012 | 4:00 min.
   | Je suis une bombe | Elodie Pong | F 2006 | 6:28 min.

Buoy | Seoungho Cho

Fels, Baum, Hütte - Landschaftsabstraktionen 

film:art 74

Die großformatigen Gemälde des dänischen Gegenwartskünstlers Per Kirkeby bestechen durch ihre expressive Wirkung. In ihnen ist die Faszination des promovierten Geologen für Strukturen spürbar, wie sie Naturmaterialien (Holz, Fels, Stein...) eigen sind.
Ein Programm mit experimentellen Filmen und Videos zeigt, wie die Künstler der zeitbasierten Medien ausgehend von Naturmaterialien Landschaften darstellen. Die Zusammenstellung erfolgte nach ästhetischen und motivischen Ähnlichkeitskriterien und verfolgt die Spuren, die Kirkeby in seinen Bildern ausgelegt hat: das Interesse an den der Natur innewohnenden Strukturen von Gebirgsformationen bis zum Mikrokosmos eines Blattes, die Motivik von Baum und Hütte, die collagehafte Entwicklung der Bildräume bis zur Überführung in die Abstraktion, der expressive Umgang mit Farbe und die Darstellung weiter Landschaften, die in den Filmen vom ewigen Eis der Antarktis über die Wälder Finnlands bis in die Wüste Kaliforniens führt.

Mi. 9.3.2016, 20:30 Uhr im CITY 46, kuratiert und eingeführt von Christine Rüffert | Universität Bremen. Begleitend zur Ausstellung "Per Kirkeby. Werke aus dem Louisiana Museum of Modern Art" in den Museen Böttcherstraße Bremen.

Die Filme:


   | Dark Blotches, Women and Beetles | Ulla Väätäinen | FIN 1997 | 6:10 min.
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Buoy | Seoungho Cho | USA 2008 | 7:07 min.
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Wind/Water/Wings | Barbara Klutinis | USA 1995 | 22:00 min.
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Voyage d`Hiver | Robert Cahen | F 1993 | 18:00 min.
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Hus | Inger Lise Hansen | USA 1998 | 7:30 min.

Back Track | Virgil Widrich

Marienbad in Hollywood

film:art 73

Ein verlassenes Luxushotel im Herzen Hollywoods ist das Zentrum einer stimmungsvollen Hommage an vergangene (Film-)Zeiten. Das "Ambassador", ehemals Austragungsort der ersten Oscar-Verleihungen, wird bevölkert von geisterhaften Wesen, die direkt der Filmgeschichte entsprungen zu sein scheinen. Der amerikanische Künstler Pat O’Neill lässt Gangster, Detektive, Nachtclubsängerinnen und Barkeeper wieder auferstehen, die sich zu den Originaltonspuren der Schwarzen Serie Filme der 1940/50er Jahre ein Stelldichein geben. The Decay of Fiction kontrastiert den Zerfall des legendären Gebäudes mit dessen Glanzzeit.
Back Track (im Vorprogramm) ist ein von Hand erstellter 3-D Film des Österreichers Virgil Widrich, der Filmausschnitte der 50/60er-Jahre zu einem audiovisuellen Spiegelkabinett in rasend schönem Schwarz-Weiß verquickt. In einem Raum aus sieben Glasscheiben mit simultaner Projektion begegnen die Zuschauer unter anderem den Charakteren aus Marienbad.

Mi. 20.1.2016, 20:30 Uhr im CITY 46, kuratiert und eingeführt von Christine Rüffert | Universität Bremen. Begleitend zur Ausstellung "Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk" in der Kunsthalle Bremen vom 14.11.2015 – 13.3.2016.

Die Filme:

   | Back Track | Virgil Widrich | A 2015 | 3-D | 7:00 min.
   | The Decay of Fiction | Pat O’Neill | USA 2002 | 60 min.  

Sieben bis zehn Millionen | Stefan Panhans

Sieben bis zehn Millionen - Der Sammler Ivo Wessel präsentiert

film:art 72

Kollektiver Wahn und individuelle Glückssuche - Die schöne neue Welt, in der wir leben, ist Versprechen und Bedrohung zugleich. Die Videoarbeiten, die der Berliner Kunstsammler Ivo Wessel vorstellt, reagieren darauf mit einer bisweilen grotesken Komik, die beides hat, analytische Schärfe und erzählerische Tiefe. Künstlerische Perspektiven aus 25 Jahren geben so einen überraschend treffenden Einblick in unsere Gegenwart.

Mi. 16.12.2015, 20:30 Uhr im CITY 46, kuratiert und präsentiert von Ivo Wessel mit einer Einführung von Christine Rüffert anlässlich der Ausstellung „Junge Sammlungen 03“ im Museum Weserburg.

Die Filme:

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Jutta Island | Sven Johne | D 2014 | 18 min.
   | Telephones | Christian Marclay | USA 1995 | 8 min.
   | America Sells | Bjørn Melhus | D 1990 | 7 min.
   | I'm not the Enemy | Bjørn Melhus | D 2011 | 14 min.
   | Doomed | Tracey Moffatt | AUS 2007 | 10 min.
   | Sieben bis zehn Millionen | Stefan Panhans | D 2005 | 6 min
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Alle Sammlung Ivo Wessel.

Selfportrait | Maria Lassnig

»lieber penetrant als elegant!« - Maria Lassnig

film:art 71

Mit ihren provokanten Darstellungen von nackten Körpern wurde die Malerin Maria Lassnig weltbekannt. Heute wird sie neben Frida Kahlo und Louise Bourgeois zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts gezählt. Sie war zeitlebens engagierte Feministin und eine widerständige Person. Der Erfolg ihrer mutigen »Körperbewusstseinbilder« am Kunstmarkt ließ auch wegen ihrer Unangepasstheit lange auf sich warten, kam dann aber umso durchschlagender mit Solo-Ausstellungen in den USA, wo sie seit 1968 lebte und arbeitete. Als Professorin zurück in Wien gründete sie 1982 in ihrer Meisterklasse ein Lehrstudio für Trickfilm, aus dem Künstlerinnen wir Mara Mattuschka hervorgingen. Sie war nicht nur zweimalige Documenta-Teilnehmerin (1982 und 1997), sondern vertrat Österreich gemeinsam mit Valie Export auf der Biennale von 1980 und erhielt 2013 für ihr Lebenswerk den Goldenen Löwen in Venedig. Am 6.5.2014 starb Maria Lassnig im Alter von 94 Jahren. Ein kleine Show ihrer Animationsfilme erinnert an die einflussreiche Künstlerin. 

Mi. 21.10.2015, 20:30 Uhr im CITY 46, präsentiert von Christine Rüffert

Die Filme:
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Iris | AT  1971 | 10 Min.
   | Couples | AT 1972 | 10 Min.
   | Selfportrait | AT 1971 | 5 Min.
   | Palmistry | AT 1973 | 10 min.
   | Baroque statues | AT 1970-1974 | 16 Min.
   | Art Education | AT 1976 | 16 Min.
   | Maria Lassnig Kantate (mit Hubert Sielecki) | AT 1992 | 8 Min. 

River Rites | Ben Russell

Land in Sicht

film:art 70

Landschaften sind nicht unschuldig. Wie sehen künstlerische Landschaftsdarstellungen jenseits der bekannten romantisierenden Idylle aus? Das Programm mit Experimentalfilmklassikern und neueren Werken der Medienkunst geht dieser Frage nach. Fünf verschiedene Flusslandschaften gilt es zu entdecken: in mythologisch aufgeladenen loops, die Kamera in wetterabhängigen Versuchsanordnungen, bis ins einzelne Korn reduzierter kontemplativer Stillstand, grell volkstümlich erzählend, mit lakonischer Ironie das Lyrische in den Alltag überführend. Themse rauf, Themse runter.

Mi. 3.6.2015, 20:30 Uhr im CITY 46, kuratiert und präsentiert von Christine Rüffert anlässlich der Ausstellung "Land in Sicht" im Museum Weserburg.

Die Filme:
   | Moonwalk | Greg Pope | GB 2001 | 1:00 Min.
   | Seven Days | Chris Welsby | GB 1974 | 19:00 Min.
   | River Rites | Ben Russell | USA/ Surinam 2011 | 11:30 Min.
   | Jaunt | Andrew Kötting | GB 1995 | 5:35 Min
   | Surfacing on the Thames | David Rimmer | CDN 1970 | s/w | stumm | 9:00 Min.
   | The Waste Land | John Smith | GB 1999 | 5:00 Min. 

Here Is Everything | Vey Duke & Battersby

We, the Enemy

film:art 69

Unter diesem Motto stand das European Media Art Festival 2014. Edward Snowdens Informationen über die NSA und andere Geheimdienste konfrontieren uns mit unangenehmen Fragen. Wer kontrolliert was und wen und warum? Ob und wie wir in der digitalen Welt frei bleiben können und wollen ist höchst zwiespältig, denn vieles von dem, was uns berechenbar macht, scheint gleichzeitig nützlich. Sind wir am Ende unser eigener Feind? Acht aktuelle, internationale Künstlerfilme des Festivals zeigen unterschiedliche Blickwinkel, darunter drei der Preisträgerfilme. 

Mi. 21.1.2015, 20:30 Uhr im CITY 46, präsentiert von Christine Rüffert | Universität Bremen 

Die Filme:

   | The Advice Shape | Janet Thomas | GB 2013 |6:11 Min.
   | Hotzanak, For Your Own Safety | Izibene Oñederra | E 2013 | 5:11 Min.
   | Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen | Susann Maria Hempel | D 2013 | 18:00 Min.
   | The Serpent & the Mouse | Nicole Rayburn | CDN 2013 | 3:31 Min.
   | The Revolution Will Not Be Televised | Jan Rehwinkel | D 2013 | 2:45 Min.
   | Model Village | Hayoun Kwon | F 2014 | 10:45 Min.
   | Hacked circuit | Deborah Stratman | USA 2014 | 15:10 Min.
   | Here Is Everything |  Emily Vey Duke & Cooper Battersby | USA 2013 |14:00 Min.  

La Reprise | Klaus Telscher

La Reprise - revisited

film:art 68

1928 macht der Vicomte de Noailles dem Künstler Man Ray den Vorschlag, in seiner hypermodernen Villa einen Film zu drehen. Les mystères du château du dé erzählt eine surreale Geschichte um zwei Reisende. Neben dem kubistischem Gebäude und Garten inszeniert der Film Skulpturen von Picasso und Miró. Er wurde zum Klassiker der französischen Filmavantgarde. Jahrzehnte später begibt sich der deutsche Experimentalfilmer Klaus Telscher erneut in die seit den 1970ern leerstehende Villa. Sein Protagonist, ein Fotograf, ist auf der Suche nach einer verlorenen Zeit und trifft auf Schatten der Vergangenheit, die zu Tonfragmenten aus Godards Le mépris den leeren Raum füllen. La Reprise ist ein vielschichtiges poetisches Werk, in dem Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fiktion auf geheimnisvolle Weise mit Zitaten der Kunst- und Filmgeschichte korrespondieren. Der Film, eine der schönsten Hommagen der Filmavantgarde, erhielt 1995 den Preis der Jury der AG der Filmjournalisten.

Di 9.12.2014, 20:30 Uhr im CITY 46, mit einer Einführung von Tobias Dietrich | Universität Bremen 

Die Filme:
   | Les mystères du château du dé | Man Ray | F 1929 | 35mm | s/w | stumm | 27:00 Min.
   | La Reprise | Klaus Telscher | D 1995 | 16mm | s/w | 62:00 Min.

Ritual in Transfigured Time | Maya Deren

Amateur versus Profi

film:art 67

"Anstatt eine bewegte Handlung zu erfinden, sollte man einfach die Bewegungen von Wind und Wasser, Kindern, Leuten, Fahrstühlen und Bällen so aufnehmen, wie sie in einem Gedicht verarbeitet würden, und seine Freiheit dazu benutzen, mit visuellen Ideen zu experimentieren." Maya Deren: «Amateur versus Profi» 1965 (Maya Deren - Poetik des Films, Merve Verlag)

Inspiriert von Maya Derens Essay entstand dieses Kurzfilmprogramm mit Filmen von Experimentalfilmerinnen und Kindern. Das Programm beschäftigt sich mit der Grenze zwischen professionellem und amateurhaftem Filmemachen. Wo werden Grenzen überschritten, wo finden Überschneidungen statt? Und wo verorten sich die FilmemacherInnen selbst?

Mi 3.12. 2014, 18:00 im CITY 46, kuratiert und vorgestellt von Eva Heldmann | Berlin. In Anwesenheit der Filmemacherinnen Ulrike Pfeiffer und Bärbel Freund.

Die Filme:
   |
Ritual in Transfigured Time | Maya Deren | USA 1946 | 16mm | 15:00 Min.
   | Am Meer (Teil der Anthologie "Kleine Blumen, kleine Blätter") | Ute Aurand | D 1994 | 16mm | 3:00 Min.
   | Sommerregen | Franz von Lucke | D 1991 | 16mm | 5:00 Min.
   | ROKOKO(chen) | Ulrike Pfeiffer | BRD 1984 | 35mm | 20:00 Min.
   | Interview mit einem 13jährigen | Bärbel Freund | D 1983/2008 | 16mm | 14:00 Min.
   | My Name Is Oona | Gunvor Nelson | USA 1969 | 16mm | 10:00 Min.
   | Zauberlehrling | Eva Heldmann | D 2010 | Video | 5:00 Min.

Fragments of Kubelka | Martina Kudlácek

Fragments of Kubelka

film:art 66

„Was ist Kino?“ könnte mehr als nur der Titel eines seiner Bücher auch die Überschrift über das gesamten Schaffen Peter Kubelkas sein, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feierte. Kubelka gilt als einer der einflussreichsten avantgardistischen Filmemacher, der neben seinem filmischen Werk Institutionen wie das Österreichische Filmmuseum und das Anthology Film Archive gründete, die Filmsammlung des Centre Pompidou kuratierte und lange Jahre an der Städelschule in Frankfurt Film und Kochen unterrichtete.

Die epische Dokumentation porträtiert ihn als Kulturtheoretiker und genialen Vermittler. Sein Sprechen über Film und die archäologischen Objekte seiner umfangreichen Sammlung erweitern unser Verständnis des Mediums ganz grundlegend. Ein Porträt, das weit über das Biografische hinausgeht und uns mit neuen Erkenntnissen über das Filmische entlässt.

Mi 05.11.2014, 18:00 Uhr im CITY 46, präsentiert von Christine Rüffert | Universität Bremen

   | Fragments of Kubelka | Martina Kudlácek | AT 2012 | 232 Min. (mit Pause)

Lost Sound | John Smith

Optical Sound – Lost & Found

film:art 65 

Filme, die Töne sichtbar machen. Im Erzählkino ist die Tonspur für gewöhnlich den Bildern untergeordnet. Auch wenn sie Inhalt und Wirkung des Films maßgeblich mitbestimmt, entzieht sie sich häufig der bewussten Wahrnehmung des Zuschauers. Das Programm mit experimentellen Kurzfilmen stellt die gewohnten Verhältnisse auf den Kopf. Die Tonspur ist nicht illustrative Begleitung der Handlung eines Spielfilms, sondern wird selbst zum Hauptdarsteller. Sie ist der Ausgangspunkt, dem die Bilder zugeordnet werden. Viele der Tonspuren wurden "gefunden", von auf der Strasse liegenden, alten Tonbändern bis zu Tontestaufnahmen, zu denen plötzlich Kühe widerkäuen. Auch kann man Nadeldruckern und Geräuschemachern bei der Arbeit zusehen.  

Mi 25.06.2014, 20:30 Uhr im CITY 46, kuratiert und präsentiert von Christine Rüffert | Universität Bremen

Die Filme:
   |
Optical Sound | Mika Taanila | FIN 2005 | 6:00 Min.
   | Lost Sound | John Smith (in collaboration with Graeme Miller) | GB 1998-2001 | 28:00 Min.
   | end, end, end | Jonathan Rattner | USA 2013 | 8:46 Min.
   | Hacked Circuit | Deborah Stratman | USA 2014 | 15:10 Min.
   | Optical Sound | Elke Groen, Christian Neubacher | A 2014 | 12:00 Min.

Red Nitro | Christoph Weihrich

Mysteriöse Rituale - Die Verwandlung der Dinge im Film

film:art 64

Der Film als Illusionskunst kann die Realität transformieren. Die experimentellen Kurzfilme dieses Programms überschreiten die Grenzen des Gewohnten. Sie konfrontieren uns mit abgründigen Performances und existenziellen Lebenserfahrungen. Jenseits des Alltäglichen verbirgt sich die Schönheit der Dinge, aber auch die materielle Auflösung. Unter dem Einfluss kleinster Mikroorganismen mutiert die Filmschicht. In seltsam anmutenden Ritualen werden die Grenzen der menschlichen Identität ausgelotet. Eine unterhaltsam tiefgründige Reise durch die Welt der Illusionen und Ekstasen.

Kuratiert und präsentiert von Christine Rüffert anlässlich der Ausstellung "Existenzielle Bildwelten" im Museum Weserburg:

Die Verwandlung der Dinge, ihre auratische Aufladung und bisweilen dramatische Transformation ist ein zentrales Thema der Kontinente und Kulturen übergreifenden Ausstellung. Präsentiert werden Werke von annähernd 50 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern sowie Artefakten aus Afrika, Ozeanien.

Mi. 04.06.2014, 20:30 Uhr im CITY 46

Die Filme:
   | Red Nitro | Christoph Weihrich | A 2006 | 1:00 Min.
   | Rumpelstilzchen | Jürgen Reble | BRD 1989 | 15:00 Min.
   | Springtime | Jeroen Eisinga | NL 2012 | 19:00 Min.
   | Juanita | Nina Yuen | USA 2010 | 5:27 Min.
   | Light Body | Corpuscles Antonin de Bemels, Gordon Delop | B 2004 | 6:00 Min.
   | Close the Lid Gently | Ariana Gerstein | USA 2013 | 4:55 Min.
   | Elektrotechnique | Lernert & Sander | NL 2011 | 2:50 Min.

Human Remains | Jay Rosenblatt

Every Picture Tells a Story - Fact & Fiction in Experimental Film

film:art 63

Im Rahmen des 19. Internationalen Symposiums zum Film

Dokumentarische Filmaufnahmen aus Archiven bezeugen für gewöhnlich Geschichte. Christine Rüffert zeigt anhand ausgewählter Experimentalfilme, wie Filmkünstler mit Archivmaterial Geschichte reflektieren und andere, neue Geschichten erzählen.

Sa. 10.05.2014, 15:30 Uhr, im CITY 46, präsentiert von Christine Rüffert | Universität Bremen

Die Filme:
   | Nicolae & Elena | Richard Vetterli | CH 1991 | 7 Min.
   | The Future is Behind You | Abigail Child | USA 2004 | 20 Min.
   | Displaced Persons | Daniel Eisenberg | USA 1981 | 12 Min.
   | Human Remains | Jay Rosenblatt | DK 1998 | 30 Min.

Magic Mirror | Sarah Pucill

Sie. Selbst. Nackt. Im Film III. Magic Mirror – Claude Cahun by Sarah Pucill

film:art 62

Zur Ausstellung "Sie. Selbst. Nackt. Paula Modersohn-Becker und andere Künstlerinnen im Selbstakt" im Paula Modersohn-Becker Museum vom 20.10.2013-02.02.2014 präsentiert Christine Rüffert eine Reihe mit Filmveranstaltungen, deren Fokus in Analogie zur Ausstellung die nackte Selbstdarstellung von Filmkünstlerinnen ist.

Mi. 15.1. 2014, 20:30 Uhr im CITY 46

Die französische Künstlerin Claude Cahun (1894-1954) steht im Mittelpunkt des letzten Filmprogramms anlässlich der Ausstellung "Sie. Selbst. Nackt." Die britische Filmkünstlerin Sarah Pucill, deren eigene Arbeiten ähnlichen Themen und Ikonografien wie Cahun verpflichtet sind, hat ihre Welt in einem filmischen Essay zum Leben erweckt.

Magic Mirror wurde am 22.04.2013 im Tate Modern (London) uraufgeführt. Hier können Sie sich den Trailer ansehen.

Der Film re-inszeniert die surrealistischen Schwarz/Weiss-Fotografien in einer Reihe von Tableaux Vivants und verbindet sie mit ausgewählten Auszügen aus Cahuns Buch »Aveux Non Avenus«. Mit drei verschiedenen Darstellerinnen der Cahun verdichtet der Film Person und Werk in einem poetischen Kaleidoskop.

   | Magic Mirror | Sarah Pucill | GB 2013 | 75 Min.

Mit einer Einführung von Christine Rüffert (Universität Bremen)

Subjektitüde | Helke Sander

"Frauenräume" - eine Neubewertung

film:art 61

Prof. Annette Brauerhoch stellt das "Archiv für den Bundesdeutschen Experimental- und Essayfilm von Frauen" an der Universität Paderborn vor.

Mi. 11.12.2013, 20:30 Uhr im CITY 46

Experimentalfilme von Frauen aus den 80er Jahren: eine Zeit ohne Mobiltelefon, Privatfernsehen, Heimcomputer, aber eine Zeit intensiver filmischer Experimente. Filmemacherinnen erkundeten Filmsprache und weibliche Sexualität ebenso wie Männlichkeiten und Machträume. Aus diesem Umfeld versammelt das Archiv für den Bundesdeutschen Experimentalfilm von Frauen (Universität Paderborn) weibliche Interventionen die - freche, rebellische, subtile - Untersuchungen des männlichen Blick- und Handlungsraums darstellen. Diese Filme warten auf eine Neuwertung. Welche ästhetischen Möglichkeiten entwickelten sie vor jeder digitalen Technik. Welche Rolle spielt das filmische Material? Es werden selten zu sehende Filme von Helke Sander, Ingrid Pape, Karola Schlegelmilch, Anja Telscher u.a. vorgeführt, eingeführt und diskutiert.

Programm I: Räume

    | Karola Schlegelmilch | Vom Sterneschneutzen | 16mm | 12 Min.
    | Christine Noll Brinckmann | Postermöbel im Grünen | 16mm | 7 Min.
    | Laura Padgett | Fragment | 16mm | 3 Min.
    | Rosi S.M. | Requiem für Requisiten | 16mm | 22 Min.

Programm II: Männlichkeiten

    | Helke Sander | Subjektitüde | 16mm | 6 Min.
    | Anja Telscher | Wenn der Haarwuchs lästig wird | 16mm | 6 Min.
    | Ingrid Pape-Sheldon | Kissenschlacht | 16mm | 6 Min.
    | Pola Reuth | Kool Killer | 16mm | 6 Min.

Programmlänge 100 Min.

A Horse Is Not a Metaphor | Barbara Hammer

Sie. Selbst. Nackt. Im Film II. Lebenszeichen

film:art 60

Zur Ausstellung "Sie. Selbst. Nackt. Paula Modersohn-Becker und andere Künstlerinnen im Selbstakt" im Paula Modersohn-Becker Museum vom 20.10.2013–02.02.2014 präsentiert Christine Rüffert eine Reihe mit Filmveranstaltungen, deren Fokus in Analogie zur Ausstellung die nackte Selbstdarstellung von Filmkünstlerinnen ist.

Mi. 27.11.2013, 20:30 Uhr im CITY 46

Lebenszeichen – Filme von Barbara Hammer

Das Lebenswerk der 1939 in Hollywood geborenen Experimentalfilmerin, Dokumentaristin und bildenden Künstlerin Barbara Hammer hat die Geschichte des Queer Cinema mitgeschrieben. Seit 1968 hat sie über 80 Produktionen mit dezidiert feministischer Perspektive vorgelegt, in denen sie sich immer auch wieder mit Fragen von Krankheit, Alter und Tod auseinandersetzt. Das Programm zeigt aus diesem Werkkontext drei Arbeiten, die den weiblichen Körper zum Ausgangspunkt der Darstellung wählen: die ästhetische Aufbereitung alter Röntgenaufnahmen, einen Danse Macabre weiblicher Skelette und die schonungslose Chronik ihres eigenen Überlebens einer Krebserkrankung.
Barbara Hammers Filme sind u.a. in den Sammlungen des MOMA (NY), des Centre Pompidou (Paris) und des Nederlands Film Archive (Amsterdam) enthalten, Retrospektiven widmete ihr kürzlich neben dem MOMA auch das Tate Modern (London 2012) und das Jeu de Paume (Paris 2012).

Mehr zu Barbara Hammer

Die Filme:
    |
Sanctus | USA 1990 | 19 Min.
    | Vital Signs | USA 1991 | 10 Min.
    | A Horse Is Not a Metaphor | USA 2008 | 30 Min.

Mit einer Einführung von Christine Rüffert (Universität Bremen)

Programmlänge 90 Min. (Filmlänge 59 Min.)

Hyperbulie | Valie Export

Sie. Selbst. Nackt. Im Film I. Gegen die Tabus

film:art 59

Zur Ausstellung »Sie. Selbst. Nackt. Paula Modersohn-Becker und andere Künstlerinnen im Selbstakt« im Paula Modersohn-Becker Museum vom 20.10.2013-02.02.2014 präsentiert Christine Rüffert eine Reihe mit Filmveranstaltungen, deren Fokus in Analogie zur Ausstellung die nackte Selbstdarstellung von Filmkünstlerinnen ist.

Mi. 13.11.2013, 20:30 Uhr im CITY 46

Gegen die Tabus - Experimentalfilme aus 30 Jahren

In den 1970er Jahren begannen Frauen, die patriarchalen Sicht- und Produktionsweisen im Kino aufzubrechen. Besonders mit experimentellen Filmen nahmen sie nicht nur die Kamera selbst in die Hand, sondern setzten den gängigen Darstellungen von Weiblichkeit selbstbewusste Inszenierungen ihrer Körper entgegen. Das Brechen mit tradierten Motiven und Abbildungskonventionen beinhaltete nicht selten auch einen ästhetischen und moralischen Tabubruch.

Die in diesem Programm versammelten Experimentalfilme aus 30 Jahren verstören teilweise noch heute in ihrer Suche nach neuen Bildern von weiblicher Körperlichkeit und Sexualität. Sie sind Ausdruck des Bestrebens, dem Mangel an öffentlich zugänglichen Bildern weiblicher Erfahrungswelt mit mutiger Selbst-Repräsentation zu begegnen.

Die Filme:

    | Anja Czioska | Me Shower, San Francisco | USA/ F/ D 1994 | 3 Min.
    | Valie Export | Hyperbulie | A 1973 | 6:39 Min.
    | Eva Heldmann | Johnny oder das rohe Fleisch | BRD 1984 | 4 Min.
    | Barbara Thiel | Blues Transit | BRD 1988 | 8 Min.
    | Claudia Schillinger | Between | BRD 1989 | 10 Min.
    | Mara Mattuschka | Der Schöne, die Biest 1993 | 10 Min.
    | Mara Mattuschka, Chris Haring | Legal Errorist | AT 2005 | 15 Min.

Mit einer Einführung von Christine Rüffert (Universität Bremen)

Programmlänge 100 Min. (Filmlänge 60 Min.)

Animation, Masks | Jordan Wolfson

KABOOM! Comic in der Filmkunst

film:art 58

Zur Ausstellung KABOOM! Comic in der Kunst 14.06.–06.10.2013 in der Weserburg präsentiert Christine Rüffert ein Programm mit filmischen Arbeiten.

Mi. 03.07.2013, 20:30 Uhr im CITY 46

Das Programm zeigt eine Auswahl internationaler Filme, die historische mit zeitgenössischen Positionen verbindet. In verschiedenen filmischen Techniken des Umgangs mit Found Footage und Zeichnung, von Scratching, Superexposure, Animation, Stop Motion, bis hin zu digital generierten Bildern werden Versatzstücke von Populärkultur recycelt und dekonstruiert, aber auch den grundlegenden ästhetischen Verfahren des Comics anverwandte, filmische Entsprechungen gefunden. Die thematische Ausrichtung auf Blood, Sex and Crime wird dabei höchst unterhaltsam ironisch unterlaufen.

Zwei der gezeigten Künstler sind ebenfalls mit Werken in der Ausstellung der Weserburg vertreten. Martin Arnold wird für ein Gespräch anwesend sein.

Die Filme:

    | Martin Arnold | Shadow Cuts | A 2010 | 4:10 Min.
    | Jeff Keen | Marvo Movie | GB 1967 | 5:00 Min.
    | Lewis Klahr | Pony Glass | USA 1997 | 15:00 Min.
    | Nathalie Percellier | Bloody Well Done | D 1993/ 94 | 5:00 Min.
    | Cathy Joritz | Negative Man | USA/ BRD 1985 | 2:30 Min.
    | Martha Colburn | Cats Amore | NL 2002 | 16mm | 2:30 Min.
    | Jordan Wolfson | Animation, Masks | USA 2012 | 12:29 Min.

Passagen | Lisl Ponger

An Tagen wie diesen - Film und Geschichte

film:art 57

Mi. 05.06.2013, 20:30 Uhr im CITY 46

Wer erinnert sich nicht an die Bilder der brennenden Twin Towers? Filmische Abbildungen sind nicht nur illustrative Zeugnisse der Geschichte, sondern erzeugen mit ihrer Ästhetik eine eigene Realität. Besonders markante Bilder provozieren Gefühle. Im Extremfall können die aufgezeichneten Akte, wie die Erschießung eines Gefangenen, weniger der Tötung als der performativen Zurschaustellung von Macht dienen.

Experimentelle Filme können derartige Funktionen in Nachrichtenbildern aufdecken und ausstellen. Neben analytischen Strategien können sie aber auch in lyrischen Tönen persönliche Erinnerungen in Zeitgeschichte überführen oder mit ironisierenden ästhetischen Konzepten Geschichtswissen hinterfragen.
Das Programm umfasst eine kurzweilige Zusammenstellung von Experimentalfilmen aus sechs Ländern zum Thema Geschichte, kuratiert und eingeführt von Christine Rüffert, Universität Bremen.

Die Filme:
    |
Nicolae & Elena | Richard Vetterli | CH 1991 | 7:00 Min.
    | Drama, Strings and Horns | Gunter Krüger | D 1999 | 7:22 Min.
    | Patriotic | Benny Nemerofsky Ramsay, Pascale Lièvre | F/ CDN 2005 | 4:05 Min.
    | America Punish Criminals | Peter E. Bengtsson | S 2005 | 4:04 Min.
    | Passagen | Lisl Ponger | A 1996 | 12:00 Min.
    | Human Remains | Jay Rosenblatt | DK 1998 | 30:00 Min.

C'ètait un rendez-vous | Claude Lelouch*

Zuschauer im Experimentalfilm

film:art 56

Im Rahmen des 18. Internationalen Bremer Symposiums zum Film stellt Christine Rüffert ein Doppelprogramm zu Fragen der Zuschauerschaft vor.

Projection Instructions | Zuschauer im Experimentalfilm I

Fr. 18.01.2013, 16:15 Uhr im CITY 46

Der Experimentalfilm thematisiert die Rolle des Zuschauers nicht nur, häufig stellt er sie zugleich selbstreflexiv aus. Programm I führt eine Reihe von Filmen vor, die die Wahrnehmungsvoraussetzungen des Filmerlebens (z.B. die Trägheit des Auges) und die Projektionssituation einer klassischen Kinovorführung beleuchten.

Die Filme:
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Projection Instructions | Morgan Fisher | USA 1976 | 4:00 Min.
   | Standard Gauge | Morgan Fisher | USA 1984 | 35:00 Min.
   | Pasadena Freeway stills | Gary Beydler | USA 1974 | 6:00 Min.
   | Marsa Abu Galawa (Careless Reef , Part 4) | Gerard Holthuis | NL 2004 | 13:00 Min.

Holding the Viewer | Zuschauer im Experimentalfilm II

Sa. 19.01.2013, 14:30 Uhr im CITY 46

Zuschauer sind im Experimentalfilm auf andere Weise angesprochen, involviert und gefordert als im Spielfilm oder Dokumentarfilm. Die Experimente mit filmischen Mitteln zielen oft direkt auf die Wahrnehmung des Zuschauers. Programm II zeigt die Möglichkeiten der Kamera, die körperliche Befindlichkeit des Zuschauers mit ungewohnten Einstellungen und rasanten Bewegungen zu beeinflussen.

Die Filme:
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Holding the Viewer | Tony Hill | GB 1993 | 1:20 Min.
   | Selbstschüsse | Lutz Mommartz | D 1967 | 7:00 Min.
   | C'ètait un rendez-vous | Claude Lelouch | F 1976 | 8:00 Min.*
   | Momentum | Martijn Veldhoen | NL 2003 | 5:50 Min.
   | Vertigo Rush | Johann Lurf | A 2007 | 19:00 Min.

* Den Film gibts hier in HD von Spirit Level Film (Vimeo).

Legal Errorist | Mara Mattuschka, Chris Haring

film:art 10+10 = 20 Years of Curating Experimental Film in Bremen

Ein Abend für den Experimentalfilm: Internationale Filmkünstler und Sammlungen richten gemeinsames Geburtstagsprogramm aus.

So. 02.12.2012 im CITY 46

Seit 20 Jahren kuratiert Christine Rüffert in ihrer Programmreihe "film:art" experimentelle Filme und Videos in Bremen
von 1991-2001 in den Räumen des Neuen Museums Weserburg, Bremen
von 2002-2012 in den Räumen des Kommunalkinos Bremen/ Kino 46 /CITY 46

Anlässlich dieses Jubiläums durften sich fünf der über 200 bisher gezeigten Künstler und fünf der kooperierenden internationalen Experimentalfilmsammlungen je einen Film wünschen, und sollten begründen, warum sie ihn dem Publikum ans Herz legen. Christine Rüffert stellte die Filme, die "blind" (ohne Kentnnis der anderen Wünsche) ausgewählt wurden, zusammen. In einem kurzweiligen Doppelprogramm vereinen sich die Filme,
die sie begleitenden Kommentare und die Gespräche mit anwesenden "Wünschenden" (die manchmal gleichzeitig "Gewünschte" sind). 

18:00 Uhr Grußwort: Carmen Emigholz, Staatsrätin | Senator für Kultur
Einführung und Gespräch mit Gästen: Christine Rüffert
Programm "blind curating 1" (Carte Blanche der FilmkünstlerInnen)

   | Unsere Afrikareise | Peter Kubelka | A 1966 (gewünscht von John Smith, GB)
   | Runs Good | Pat O'Neill | USA 1971 (gewünscht von Peter Tscherkassky, A)
   | Meteor | Christoph Girardet, Matthias Müller | D 2011 (gewünscht von Bjørn Melhus, D)
   | Faszinierendes Puppenhaus | Uli Versum | D 1987 (gewünscht von Matthias Müller, D)
   | Bertha's Children | Grahame Weinbren, Roberta Friedman | USA 1976 (gewünscht von Christine N. Brinckmann, D)

ca. 20:00 Uhr (Programmpause) Empfang

20:30 Uhr Programm "blind curating 2" (Carte Blanche der AchivleiterInnen) 

   | Handtinting | Joyce Wieland | CDN 1967 (ausgewählt von Stefanie Schulte Strathaus | arsenal institut für film und videokunst, Berlin)
   | Legal Errorist | Mara Mattuschka, Chris Haring | A 2005 (ausgewählt von Brigitta Burger-Utzer | sixpackfilm, Wien)
   | 98.3 KHz (Bridge at Electrical Strom) | Al Razutis | USA 1973 (ausgewählt von Ralf Sausmikat | european media art festival Osnabrück)
   | Movimenti di un Tempo Impossibile | Flatform | I 2011 (ausgewählt von Emmanuel Lefrant | Lightcone, Distribution du Cinéma Expérimental Paris)
   | The Girl Chewing Gum | John Smith | GB 1976 (ausgewählt von Ben Cook | Lux, artists' moving image, London)

Normal Love | Copyright Jack Smith Archive | Courtesy Gladstone Gallery, New York/ Brussels

Glorious Catastrophe: Jack Smith

film:art 55

Fr. 12.10.2012, 22:30 Uhr im CITY 46

Mit seinen Underground Filmen erlangte der New Yorker Jack Smith in den 1960er Jahren Bekanntheit. Ihre ungewöhnliche Schönheit, ihr Low-Budget-Charme und der offene Umgang mit Sexualität zogen nicht nur das Lob der Kritiker auf sich, sondern wurden auch zur Zielscheibe der Zensur. Sie sprengten filmische Tabus und feierte ekstatisch künstlerische Freiheiten. Sein Werk war viele Jahre nur von Insidern geschätzt und die Filme fast unzugänglich. Als Teil der derzeit internationalen Neubewertung liegen nun restaurierte Fassungen seiner Filme vor.

Die Kuratorin Karola Gramann aus Frankfurt, die das Jack-Smith-Festival EXTRA TROUBLE ausrichtet (22.-25.11.2012) führt in Bremen anhand von drei Filmen in das Werk Jack Smiths ein.
Moderation: Christine Rüffert

In Kooperation mit queerfilm e.V. anlässlich des 19. queerfilmfestival Bremen

Die Filme:
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Little Stabs at Happiness | Ken Jacobs | USA 1958-63 | 16mm | 15 Min.
   | Flaming Creatures | Jack Smith | USA 1962-63 | 16mm | 43 Min. | mit Francis Francine, Dolores Flores (aka Mario Montez), Judith Malina, Marian Zazeela u.a., Ton: Tony Conrad
   | The Yellow Sequence | Jack Smith | USA 1963 | 16mm | 15 Min. | mit Tiny Tim, Francis Francine

5 Lessons and 9 Questions about Chinatown | Shelly Silver

Sprache und Film

film:art 54

Mi. 27.06.2012, 20:30 Uhr im CITY 46

Ein in Casablanca gefundenes Fragment eines indischen Films mit arabischen und französischen Untertiteln, ein Videokunstessay über die Geschichte der New Yorker Chinatown, eine gesungene feministische Pop-Performance aus Österreich, ein Festivaltrailer und die konzeptionelle Publikumsverulkung eines kanadischen Avantgardefilmmeisters zeigen den vielfältigen, reflektierten Umgang von Film- und Videokünstlern mit der gesprochen und geschriebenen Sprache im Film. 

In Kooperation mit der Weserburg, anlässlich der Ausstellung der "ars viva 11/ 12 Sprache - Language". Durch das Programm führt die Kuratorin Christine Rüffert.

Die Filme:
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Film ist mehr als Film | Gustav Deutsch | A 1996 | 35mm | 1 Min.
    | 5 Lessons and 9 Questions about Chinatown | Shelly Silver | USA 2009 | bluray | 10 Min.
    | so is this | Michael Snow | Can 1982 | 16mm | 47 Min.
    | b-star, untötbar! | Sabine Marte | A 2009 | Beta SP | 7 Min.
    | Film/Spricht/Viele/Sprachen | Gustav Deutsch | A 1995 | 35mm | 1 Min.

Programmlänge ca. 100 Min. (Filmlänge 66 Min.)

Coming Attractions | Peter Tscherkassky

Peter & Peter

film:art 53

Mi. 08.02.2012, 18:00 Uhr im CITY 46

Peter Kubelka und Peter Tscherkassky sind weltweit renommierte Vertreter des experimentellen Kinos. In ihren Filmen dekonstruieren sie auf scharfsinnige und humorvolle Art die Grundlagen des Kinos und erfinden es neu. In der Gegenüberstellung des jeweils ersten sowie neuesten ihrer Filme erschließt sich auch die Kontinuität der österreichischen Filmavantgarde der letzten 60 Jahre.

Mit einer Einführung von Christine Rüffert.

Die Filme:
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Mosaik im Vertrauen | Peter Kubelka | A 1955 | 16 Min.
   | Dichtung und Wahrheit | Peter Kubelka | A 1996-2003 | 13 Min.
   | Liebesfilm | Peter Tscherkassky | A 1982 | 8 Min.
   | Coming Attractions | Peter Tscherkassky | A 2010 | 25 Min.

o68 | lia

Absolute Farbe - vom Bauhaus zur Computerkunst

film:art 52

Zur Ausstellung "Farbe im Fluss" in der  Weserburg | Museum für Moderne Kunst
kuratiert und präsentiert von Christine Rüffert

Mi. 9.11.2011, 18:00 Uhr im CITY 46

Bereits zur Stummfilmzeit experimentierte man am Bauhaus mit abstrakten Farbformen. Seither finden sich in der Geschichte des Avantgardekinos vielfältigste Ansätze, Farbe losgelöst von einer Erzählung als eigenständiges formales Mittel einzusetzen, oft im Verhältnis zu einer musikalischen Tonebene. Christine Rüffert führt durch ausgewählte Beispiele von den deutschen Klassikern der 1920er Jahre über die amerikanische Visual Music der 1940er-60er, streift eigenwillige Beiträge aus Frankreich, Großbritannien und Australien und endet bei den synästhetischen Videos der zeitgenössischen österreichischen Computerkünstler. 

Die Filme:
   | Reflektorische Farblichtspiele | Kurt Schwerdtfeger  | D 1922 | 22:00 Min. (Ausschnitt)
   | Opus III | Walter Ruttmann  | D 1922 | 3:40 Min. | 35mm 
   | Komposition in Blau | Oskar Fischinger | D 1935 | 4:00 Min. | 35mm
   | Color Rhapsody | Marie E. Bute | USA 1948 | 6:00 Min. | 16mm
   | Allures | Jordan Belson | USA 1961 | 7:00 Min. | 16mm
   | Still Life | Jenny Okun | GB 1976 | 6:00 Min. | 16mm
   | Printer Light Play | Arthur & Corinne Cantrill | AUS 1978 | 6:00 Min. |  16mm             
   | Bouquet No. 3 | Rose Lowder | F 1995 | 1:00 Min. | 16mm
   | Irrealis | Rasmus Gerlach | D 2010 | 3:00 Min. | dvd
   | Blinq | Billy Roisz | A 2002 | 7:00 Min. | Beta SP
   | o68 | lia | A 2008 | 6:00 Min. | Beta SP                

Matthias Mueller

Matthias Müller  - Medienkünstler  

film:art 51

Mi. 20.4.2011, 20:30 Uhr im Kino 46  

Matthias Müller ist zweifelsohne einer der bedeutenden deutschen Film- und Medienkünstler. Seine Biografie illustriert den Werdegang vom Filmemacher, der mit experimentellen Super8-Filmen seine Karriere begann, zu einem Künstler, dessen installative Arbeiten in Museen und Galerien gezeigt werden. Zwei Werke verdeutlichen diese Entwicklung: «Aus der Ferne – The Memo Book », entstanden 1989 als sein erster 16mm-Film an der Filmklasse der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig, und die «Phoenix Tapes», ein Zyklus von Videobändern, den er gemeinsam mit Christoph Girardet 1999 als Auftragsarbeit für das Oxford Museum of Modern Art konzipierte.

Mit einer Einführung von Christine Rüffert.

Die Filme:
   | Aus der Ferne - The Memo Book | Matthias Müller | D 1989 | 28 Min.
   | Phoenix Tapes | Matthias Müller & Christoph Girardet | D 1999 | 45 Min.

Fone fur Follies | Vivian Ostrovsky

ExperimenTierfilme

film:art 50

Im Rahmen des 16. Internationalen Symposium zum Film «Der Film und das Tier. Aufzeichnen, Inszenieren und Animieren von Tieren im Kino» stellt Christine Rüffert ein zweiteiliges Programm vor. 

Sa. 22.1.2011, 11:00 Uhr im Kino 46

Die experimentelle Filmavantgarde ist reich an Darstellungen von Tieren. Zu den Praktiken des Aufzeichnens, Inszenierens und Animierens gesellt sich hier das Ästhetisieren. Eine interessante künstlerische Erscheinungsform ist dabei nie Selbstzweck, sie nimmt die filmischen Möglichkeiten zum Ausgangspunkt spielerischer Untersuchungen.
In einem Doppelprogramm treffen Beobachtungsszenarien auf Geschichten von Haustieren.
Im ersten Teil: die Projektion aufgeklebter Mottenflügel (mothlight), ein Ausschnitt ungestellter Realität als bewusstes Fragment (Stare), die Visualsierung  einer Käfigsituation (Tiger)  und die rhetorische Fantasie einer Katze (Fone fur Follies).
Im zweiten Teil: eine nackte Dame mit Dackel (Polly), ein home movie mit Katzen (Catfilm for Kathy and Cinnie), eine subversive Abhandlung über das Verhältnis von kleinen Mädchen und Hunden (Dog of my dreams) und  die liebevolle Ankündigung einer Euthanasie (Final Exit).  

Die Filme I: Animal Studies 
   | Mothlight | Stan Brakhage | USA 1963 | 3:00 Min.
   | Stare | Karl Kels | D 1991 | 6:00 Min.
   | Tiger | David Rimmer | CAN 1994 | 5:00 Min.
   | Fone Fur Follies | Vivian Ostrovsky | F 2007 | 10:43 Min. 
   | Sea Horses and Flying Fish | Rick Raxlen |  CAN 2004 | 1:00 Min.

Die Filme II: Man’s Best friend  
   | Polly | Rolf Wiest | BRD 1968/69 | 9:00 Min. 
   | Catfilm for Kathy and Cinnie | Standish Lawder | USA 1973 | 3:00 Min. 
   | Dog of My Dreams | Roz Mortimer | GB 2001 | 11:36 Min. 
   | Final Exit | Joe Gibbons | USA 2000 | 5:00 Min.