film:art

film:art ist ein Veranstaltungslabel, unter dem Programme mit "künstlerischen" Filmen, der Filmavantgarde, Experimentalfilmen und Medienkunst aufgeführt und von der Kuratorin Christine Rüffert vorgestellt werden.

Das Programm besteht seit 1992 und findet in unterschiedlichen Turni von etwa acht Wochen statt und wird stetig erweitert. Darüber hinaus ergänzt film:art stets auch laufende Ausstellungen und kulturelle Events im Bremer Stadtraum um eine filmische Komponente. Vorführungsort ist das Kommunalkino Bremen/ CITY 46. Aufgelistet werden hier die Programme ab 2012, beginnend mit Programm 50.

Back Track | Virgil Widrich

Marienbad in Hollywood

film:art 73

Ein verlassenes Luxushotel im Herzen Hollywoods ist das Zentrum einer stimmungsvollen Hommage an vergangene (Film-)Zeiten. Das Ambassador, ehemals Austragungsort der ersten Oscar-Verleihungen, wird bevölkert von geisterhaften Wesen, die direkt der Filmgeschichte entsprungen zu sein scheinen. Der amerikanische Künstler Pat O’Neill lässt Gangster, Detektive, Nachtclubsängerinnen und Barkeeper wieder auferstehen, die sich zu den Originaltonspuren der Schwarzen Serie Filme der 1940/50er Jahre ein Stelldichein geben. »The Decay of Fiction« kontrastiert den Zerfall des legendären Gebäudes mit dessen Glanzzeit.
»Back Track« (im Vorprogramm) ist ein von Hand erstellter 3-D Film des Österreichers Virgil Widrich, der Filmausschnitte der 50/60er-Jahre zu einem audiovisuellen Spiegelkabinett in rasend schönem Schwarz-Weiß verquickt. In einem Raum aus sieben Glasscheiben mit simultaner Projektion begegnen die Zuschauer unter anderem den Charakteren aus Marienbad.

Mi. 20.1.2016, 20:30 Uhr im CITY 46, kuratiert und eingeführt von Christine Rüffert | Universität Bremen. Begleitend zur Ausstellung "Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk" in der Kunsthalle Bremen vom 14.11.2015 – 13.3.2016. Programmlänge ca. 90 Min.

Die Filme:

   | Back Track | Virgil Widrich | A 2015 | 3-D | 7:00 min.
   | The Decay of Fiction | Pat O’Neill | USA 2002 | 60 min.  

Sieben bis zehn Millionen | Stefan Panhans

Sieben bis zehn Millionen - Der Sammler Ivo Wessel präsentiert

film:art 72

Kollektiver Wahn und individuelle Glückssuche - Die schöne neue Welt, in der wir leben, ist Versprechen und Bedrohung zugleich. Die Videoarbeiten, die der Berliner Kunstsammler Ivo Wessel vorstellt, reagieren darauf mit einer bisweilen grotesken Komik, die beides hat, analytische Schärfe und erzählerische Tiefe. Künstlerische Perspektiven aus 25 Jahren geben so einen überraschend treffenden Einblick in unsere Gegenwart.

Mi. 16.12.2015, 20:30 Uhr im CITY 46, kuratiert und präsentiert von Ivo Wessel mit einer Einführung von Christine Rüffert anlässlich der Ausstellung „Junge Sammlungen 03“ im Museum Weserburg.

Die Filme:

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Jutta Island | Sven Johne | D 2014 | 18 min.
   | Telephones | Christian Marclay | USA 1995 | 8 min.
   | America Sells | Bjørn Melhus | D 1990 | 7 min.
   | I'm not the Enemy | Bjørn Melhus | D 2011 | 14 min.
   | Doomed | Tracey Moffatt | AUS 2007 | 10 min.
   | Sieben bis zehn Millionen | Stefan Panhans | D 2005 | 6 min
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Alle Sammlung Ivo Wessel.

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