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Was ist Kino? Auswählen, Aufführen, Erfahren

17. Internationales Bremer Symposium zum Film

Das 17. Internationale Bremer Symposium zum Film findet vom 19.-22.01.2012 statt. Das Symposium ist eine jährliche Kooperationsveranstaltung von der Universität Bremen | Fachbereich 9 und dem Kommunalkino Bremen e.V. | CITY 46 in Verbindung mit weiteren Kooperationspartnern.

Unter der Überschrift "Was ist Kino? Auswählen, Aufführen, Erfahren" wird das zeitgenössische Selbstverständnis des Kinos in den Blick genommen. Aus einer historischen Perspektive heraus und im Hinblick auf die Herausforderungen des digitalen Technologiewandels werden Präsentationsformen und Erlebnisweisen aus Sicht der Institutionen und Zuschauer reflektiert. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dem Kommunalen Kinos einerseits und den Schnittstellen zur Bildenden Kunst andererseits. Teil des Symposiums ist eine Ausstellung des Filmkünstlers John Smith in der Weserburg | Museum für Moderne Kunst.

Dem Symposium vorgeschaltet ist ein internationales Nachwuchskolloquium zum selben Thema.

Informationen zum Thema entnehmen Sie bitte dem Exposé:

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Referenten und Gesprächspartner:
Francesco Casetti
| Yale University || Malte Hagener | Philipps-Universität Marburg || Wulf Herzogenrath | Kurator, ehemaliger Leiter der Kunsthalle Bremen || Alexander Horwath | Filmmuseum Wien || Cornelia Klauß | Bundesverband Kommunale Filmarbeit, Berlin || Dominique Païni | Freischaffender Filmkritiker, Restaurator und Kurator, Frankreich || John Smith | Filmkünstler, London || Stefanie Schulte Strathaus | Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V., Berlin

Das Programmheft finden Sie hier (deutsche Version/ English version).

John Smith

John Smith: Worst Case Scenario (Filme von 1975-2003)

Ausstellung, Weserburg - Museum für Moderne Kunst, 21. Januar–25. März 2012

Eröffnung: 20. Januar 2012, 19:00 Uhr (Einladungskarte)

Der britische Künstler John Smith (*1952, London) macht seit rund drei Jahrzehnten experimentelle Filme. Mit ihrer durchkalkulierten Formsprache und ihrer ironischen Verspieltheit gehören sie zu den wichtigsten Arbeiten der zeitgenössischen Filmavantgarde. Sie sind rätselhaft, scharfsinnig und vor allem komisch. John Smith fordert uns auf, nichts, was wir hören und sehen, für bare Münze zu nehmen und stellt damit die Kriterien von Fakt und Fiktion auf den Prüfstand. Sein kreativer Umgang mit Ton und Bild und die Leichtigkeit und Ironie mit der Smith den BetrachterInnen Raum schafft, um seine eigene Wahrnehmung zu überdenken, stehen dabei im Vordergrund.

John Smith bewegt sich in seinem Filmschaffen immer wieder zwischen den Kontexten Kino und Museum. Die Auswahl der einzelnen Werke im Rahmen der Ausstellung und ein begleitendes Programm, das weitere Arbeiten in verschiedenen Raumsituationen platziert – zusätzlich zum Museumsraum auch im Kino und im öffentlichen Raum – weisen auf die Spannbreite von Wahrnehmungsmöglichkeiten filmischer Arbeiten hin. So wird der inhaltliche Kern der Arbeiten Smiths, das Reflektieren von Wahrnehmungsmustern, durch die verschiedenen Aufführungsorte zusätzlich aufgegriffen und ausgestellt.

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Bremen des Masterstudiengangs Kunst- und Kulturvermittlung.

Sie findet statt im Rahmen des 17. Internationalen Bremer Symposiums zum Film "Was ist Kino? Auswählen, Aufführen, Erfahren", 20.-22. Januar 2012, in Kooperation mit der Universität Bremen und dem CITY 46.

Ausgestellte Filme in der Weserburg

   | Associations, 1975
   | The Girl Chewing Gum, 1976
   | Blight, 1994-96
   | Lost Sound, 1998-2001 (mit Graeme Miller)
   | Worst Case Scenario, 2001-03

Begleitprogramm zur Ausstellung

Am Eröffnungsabend, den 20. Januar 2012 um 21:00 Uhr werden zwei weitere Filme mit einer persönlichen Einführung von John Smith im Bremer Kommunalkino CITY 46 gezeigt.

Slow Glass (1988-91, 40 Min., OmU)
Ausgehend von den persönlichen Erfahrungen eines Glasermeisters entwickelt Slow Glass grundlegende Gedanken über Erinnerung, Wahrnehmung und Veränderung. Ein Film über die Glasherstellung, der aus historischer Perspektive Reflektionen über den Wandel der Arbeit mit grundsätzlichen Fragen der Existenz verbindet.

The Black Tower (1985-87, 24 Min., OmU)
In The Black Tower entspinnt sich eine gleichermaßen dramatische wie humorvolle Geschichte um einen Mann, der sich von einem Turm verfolgt fühlt. Der Protagonist wird dabei lediglich durch einen narrativen Voice-over erkennbar, so dass sich in der Beziehung zu den Bildern ein intelligentes Spiel mit Emotionen und Sprache entwickelt.

The Kiss (1999, 5 Min., Loop), John Smith in Zusammenarbeit mit Ian Bourn
Ausgestellter Film in der ARTBOX der Bremer Landesbank (im Passagenviertel Katharina)
Anhand der Abbildung einer Lilie, deren „Kuss" mit einer Glasscheibe zu deren Bersten führt, gelingt Smith ein Sinnbild der Ent-Täuschung, mit dem er die Verlässlichkeit unserer Wahrnehmung auf den Prüfstand stellt.

Podiumsdiskussion mit John Smith
Am Sonntag, den 22. Januar 2012 um 10:30 Uhr findet eine Podiumsdiskussion zum Thema "The Art of Projection: Moving Images in Cinema and Museum" statt.

Teilnehmende
   |
John Smith, Filmemacher/ Künstler, London
   | Ingo Clauss, Kurator Museum Weserburg, Bremen
   | Wulf Herzogenrath, Kurator und früherer Direktor der Kunsthalle Bremen
   | Stefanie Schulte Strathaus, Kuratorin, Codirectorin des Arsenal Berlin und Leiterin des Forum Expanded bei der Berlinale

Moderation
Christine Rüffert, Kooperationsstelle Film, Universität Bremen

Die Diskussion findet in englischer Sprache statt.